Tierseuchenbeiträge 2020

Als Tierseuchenbeiträge für das Jahr 2020 sind zu entrichten:                                          

  • für jedes Rind (auch Kalb) einschließlich Bison, Wisent, Wasserbüffel je Tier 5,70 €
  • für jedes Pferd (auch Fohlen) je Tier 1,20 €
  • für jedes Schwein (auch Ferkel) je Tier 1,00 €
  • für jedes mindestens zehn Monate alte Schaf je Tier 1,10 €
  • für jedes Huhn und jeden Hahn (auch Küken) je Tier 0,03 €
  • für jedes Truthuhn und jeden Truthahn (auch Küken) je Tier 0,16 €

 

Tierseuchenbeiträge von insgesamt weniger als 2,50 € werden nicht erhoben.

Wie bereits in den Vorjahren werden die Tierzahlen der Rinder zum 01.01.2020 aus der HI-Tierdatenbank übernommen. Für Rinder haltende Betriebe bedeutet dies, dass sie den zugesandten Meldebogen 2020 nur zurücksenden müssen, wenn sie außer den Rindern auch noch andere beitragspflichtige Tierarten halten, die Tierhaltung im Jahr 2019 aufgegeben haben oder zu der EU-rechtlichen Frage Angaben machen müssen.

Die Tierbestandsmeldung zum 01.01.2020 kann auch über den Online-Zugang auf der Internetseite der Tierseuchenkasse (www.btsk.de) oder per Smartphone/Tablet über den aufgedruckten QR-Code auf dem zugesandten Meldebogen erfolgen.

Die Bayerische Tierseuchenkasse ist auf die Mithilfe der Tierhalterinnen und Tierhalter angewiesen, um auch in Zukunft eine reibungslose Datenübernahme und damit korrekte Beitragserhebung gewährleisten zu können.
 

Es wird darauf hingewiesen, dass der Anspruch auf Leistungen der Bayerischen Tierseuchenkasse entfällt, wenn schuldhaft ein Tierbestand nicht oder nicht vollständig angegeben oder die Beitragspflicht nicht erfüllt wird.

 

© Bayerische Tierseuchenkasse

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Kreuzkräuter - ein Problem auch für Milchviehbetriebe

Das Wasserkreuzkraut ist in Bayern weit verbreitet und auf Grund seiner biologischen Eigenschaften insbesondere auf ökologisch bewirtschafteten Flächen nur schwer zu bekämpfen. Während Rinder die Aufnahme der Pflanzen auf der Weide meiden, können die Tiere die Pflanzenbestandteile in Heu oder Silage nicht aussortieren. Problematische Inhaltsstoffe sind sogenannten Pyrrolizidinalkaloide, die vorrangig die Leber schädigen, aber auch als möglicherweise erbgutverändernd und krebserzeugend eingestuft werden.

Obwohl man davon ausgeht, dass bei gutem Management keine Kreuzkräuter ins Milchviehfutter gelangen, wurden bei zwei europäischen Untersuchungen von Konsummilch aus dem Handel in 6 % der Proben Pyrrolizidinalkaloide in sehr geringen Konzentrationen nachgewiesen. Unbekannt ist dabei, ob diese Befunde auf einzelne Betriebe zurückzuführen sind oder viele Betriebe eine unterschwellige Belastung aufweisen, die möglicherweise auch auf andere Pflanzen als Kreuzkräuter zurückzuführen sein könnte.

Dieser Frage soll im Rahmen des groß angelegten Projektes „PA-SAFE-FEED“ nachgegangen werden, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert wird. Projektträger ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Hierzu werden in Bayern und Schleswig-Holstein Milchviehbetriebe mit Dauergrünland gesucht, die bereit sind ihre Milch und ggf. Futterproben auf PA-Rückstände untersuchen zu lassen. Ziel ist, konventionell und ökologisch wirtschaftende Betriebe einzubeziehen und sowohl bei Weidehaltung als auch während der Winterfütterung zu beproben.

In weiteren Projektteilen werden unter kontrollierten Bedingungen die Auswirkungen auf die Tiergesundheit geprüft, da es keine zuverlässigen Daten zu unkritischen Dosierungen gibt. Dabei sind am Max Rubner-Institut auf der Versuchsstation Schädtbek (Schleswig-Holstein) auch Versuche an kleinen Wiederkäuern geplant, da diese im Vergleich zu Rindern weniger empfindlich sind und z.B. Schafe die Pflanzen weniger stark meiden. Entsprechende Studien an Rindern finden in Braunschweig auf der Versuchsstation des Friedrich Löffler-Instituts statt. Ein möglicher Transfer von Pyrrolizidinalkaloiden aus dem Futtermittel in die Milch bzw. ins Fleisch soll vom Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit der Ludwig-Maximilians-Universität München untersucht werden.

An dem Projekt sind als Forschungseinrichtungen neben der Ludwig-Maximilian-Universität München das Max-Rubner-Institut in Kiel und Kulmbach, das Friedrich-Löffler-Institut in Braunschweig sowie das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin beteiligt. Unterstützt wird das Projekt aus der Praxis vom Milchprüfring Bayern e.V. sowie der Milcherzeugervereinigung Schleswig-Holstein e.V., dem Bioland-Verband in Schleswig-Holstein und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein.

 

Ansprechpartner:

Florian Kaltner, Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit, LMU München, Tel. 089-2180-78524, florian.kaltner@lmu.de

Dr. Christoph Gottschalk, Lehrstuhl für Lebensmittelsicherheit, LMU München, Tel. 089-2180-78526, christoph.gottschalk@lmu.de

Milch: Gesunde Vielfalt mit hoher Qualität

Im Lebensmittelhandel ist eine beeindruckende Vielfalt unterschiedlicher Milch und Milcherzeugnisse vorzufinden. Angefangen bei Konsummilch reicht die Palette von frischen Milchmischerzeugnissen über Joghurt und Kefir bis hin zu Butter und Käse.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) berichtet in nachfolgenden Artikel über

Innovative Fliegenfalle

Der niederländischer Milchviehbetrieb Verhoef hat eine neue innovative Fliegenfalle getestet. Die ursprünglich aus Australien stammende Fliegenfalle ist ein dunkler, etwa 6 m langer Tunnel mit kleinen Lichtlöchern im Dach, der am Treibgang zwischen Stall und Weide aufgestellt wird. Passiert die Kuh den dunklen Tunnel, werden die Fliegen vom Licht angezogen und in einer speziellen Falle in der Dachkonstruktion gefangen.

Vor allem in heißen Sommermonaten können sich auf einem Milchviehbetrieb ​​und in der Umgebung der Kühe sehr viele Fliegen ansammeln. Zu deren Regulierung sind verschiedene, meist chemische Mittel, verfügbar. Diese können jedoch, z.B. durch Schweiß, Haare oder die Ausbringung von Gülle an andere Orte gelangen und dort für Insekten, Ackerlandvögel und die Umwelt eine Gefahr darstellen.

Mattias und Coriene Verhoef haben den Einsatz von Chemikalien in ihrem Betrieb seit mehreren Jahren reduziert und einen signifikanten Unterschied in der Artenvielfalt auf ihrem Betrieb festgestellt. "Die Anzahl der Vögel und Fledermäuse hat stark zugenommen", sagte Frau Verhoef und fügte hinzu, dass sie auch bemerkt haben, dass der Kuhdung auf ihrem Hof ​​schneller verschwindet und dass innerhalb weniger Wochen das Gras in den Dung eindringt. Mit den Ergebnissen ist man bislang sehr zufrieden.

Wie die Fliegenfalle funktioniert, kann auf folgenden youtube-Video angesehen werden. 

 

Quelle: DairyGlobal

Trauer um Dr. Hans Graf von Hundt